Malerei und Grafik: Innere Bilder auf der Fläche

Als Bildhauer bin ich es gewohnt, mit Volumen, Raum und dreidimensionaler Materie zu arbeiten. Doch das Bedürfnis, innere Bilder, Emotionen und Erfahrungen sichtbar zu machen, findet ebenso einen Ausdruck in der zweidimensionalen Fläche – in meinen Gemälden und grafischen Arbeiten.

Die Malerei ist für mich ein ergänzendes Medium zur Skulptur. Während meine Stein- und Stahlplastiken fest im Raum stehen, erlauben mir die Leinwand und das Papier eine direktere, spontanere Auseinandersetzung mit Farbe, Linie und Komposition. 

Mein Spektrum in der Fläche

Meine Arbeiten reichen von der intuitiven Abstraktion, bei der ich mit Dynamik und Farbschichten experimentiere, bis hin zu grafischen Studien, die oft die Grundlage für spätere Skulpturen oder Installationen bilden.

Es ist hier interessant zu fragen, was realer ist: die Abstraktion mit einer Reduzierung auf das Wesen des Materials, der Farbe und den Malgrund oder die figürliche Darstellung, welche die Illusion von Raum auf dem zweidimensionalen Medium erzeugt. Das Matrial ist, die Illusion macht der Geist, aber auch die Sicht von einfacher Farbe könnte als Illusion betrachtet werden, da ein Farbkörper weit mehr beinhaltet, als wir sehen können. Es bleibt der Klang bei beidem.

In meinen Gemälden und Zeichnungen geht es mir darum, einen Moment festzuhalten, eine Stimmung zu verdichten und dem Betrachter einen Einblick in die emotionalen Prozesse hinter meiner Kunst zu geben.

Zeichnung und Grafik

Linien werden Spuren, Papier wird Raum. Zeichnung und Grafik lassen Gedanken still werden und geben dem Augenblick eine Form.
Zeichnen heißt sehen und ist mit seiner Reduktion aufs Wesentliche nicht nur ein guter Entwurfsanfang, sondern auch für mich besser fokussierbar, als Fotografie, wenn es um ein Eidringen in die Essenz der Dinge geht.